Ein Ganglion ist eine gutartige Zyste am Handgelenk. Es kann Schmerzen verursachen und die Hand spürbar einschränken. Ob eine konservative Behandlung ausreicht oder eine Entfernung nötig ist, klären wir in meiner Ordination.
Ein Handgelenksganglion ist eine gutartige, mit Gelenkflüssigkeit gefüllte Zyste, die meist am Handgelenk oder an den Sehnenscheiden der Hand auftritt. Es handelt sich dabei um eine prallelastische Schwellung, die durch Ausstülpung der Gelenkkapsel oder Sehnenscheide entsteht.
Wie entsteht ein Handgelenksganglion
Das Ganglion entsteht durch einen kleinen Defekt oder eine Schwachstelle in der Gelenkkapsel oder der Sehnenscheide. Durch diese Öffnung wird Gelenkflüssigkeit herausgedrückt und bildet eine flüssigkeitsgefüllte Blase. Ursachen können Überlastung, wiederholte Mikrotraumen oder degenerative Veränderungen im Gelenk sein. Man nimmt an, dass eine Art Ventilmechanismus die Flüssigkeit in der Zyste hält, weshalb das Ganglion wächst.
Beschwerden und Symptome
Sichtbare Schwellung: Rundliche, meist prallelastische, verschiebliche Schwellung am Handgelenk oder an der Hand
Druckempfindlichkeit: Das Ganglion kann druckempfindlich sein
Bewegungseinschränkung: Selten kommt es zu Einschränkungen der Hand- oder Fingergelenkbeweglichkeit
Schmerzen: Oft sind Ganglien schmerzlos, können aber bei Druck oder Bewegung Schmerzen verursachen
Nervenirritationen: Bei einem großen Ganglion kann es zu Gefühlsstörungen oder Taubheitsgefühlen kommen, wenn Nerven komprimiert werden
Wie ist der Verlauf des Handgelenksganglions
Das Ganglion kann in seiner Größe variieren, teilweise auch spontan wieder verschwinden. Oft bleibt es über lange Zeit stabil oder wächst langsam. Komplikationen wie Schmerzen oder Nerveneinengungen sind eher selten.
Behandlungsmöglichkeiten
Konservative Therapie
Abwarten: Da viele Ganglien keine Beschwerden verursachen, ist oft keine Behandlung nötig
Konservative Maßnahmen: Ruhigstellung, Schonung oder Kühlung können Beschwerden lindern
Ergotherapie: Gezielte Therapie vor und auch nach einer Operation ist wichtig für den Heilungsverlauf
Punktion: Das Ganglion kann mit einer Spritze angestochen und die Flüssigkeit abgesaugt werden. Die Rückfallrate ist jedoch hoch.
Injektion: Manchmal wird nach der Punktion ein Kortisonpräparat injiziert
Operative Therapie
Operative Entfernung: Bei anhaltenden Beschwerden, Schmerzen oder Funktionsstörungen wird das Ganglion chirurgisch entfernt
Prognose des Handgelenksganglions
Die Prognose ist meist gut, da es sich um eine gutartige Veränderung handelt. Nach einer Operation besteht eine geringe Rückfallgefahr. Ohne Behandlung ist eine spontane Rückbildung möglich, aber auch eine Zunahme der Größe.
Dr. Christoph Bauer
Ich helfe Ihnen das Ganglion in den Griff zu bekommen
Es dauert etwa zwei Wochen, bis zur Nahtentfernung, bis die Wunde gut abgeheilt ist. Danach darf die Wunde wieder in Kontakt mit Wasser kommen und man kann mit der Narbenpflege mit entsprechenden Salben beginnen.
Die Operation ist, dank moderner Anästhesie-Verfahren, für Sie schmerzfrei. Entweder erhält man eine Vollnarkose oder eine Betäubung des Arms mithilfe einer gezielten Injektion eines lokalen Betäubungsmittels in die Achsel.
Das Ganglion ist prinzipiell gutartig, daher ist eine Operation nicht zwingend notwendig.
Sollte Sie das Ganglion allerdings im Alltag aufgrund von Bewegungseinschränkung oder Schmerzen stark einschränken, ist eine Indikation zur Operation gegeben.
Neben allgemeinen OP-Risiken wie z.B. Blutung, Gefäß- oder Nervenverletzung, Wundheilungsstörung oder Infektion besteht das Rezidiv-Risiko (= Wiederauftreten des Ganglions). Die Rezidivrate nach operativer Entfernung eines Handgelenks-Ganglions liegt bei etwas 5-10%.
Sollte eine starke Bewegungseinschränkung postoperativ bestehen, wird zum Durchführen einer Ergotherapie geraten. Das selbstständige Üben zuhause ist dabei unerlässlich für ein gutes Ergebnis.